Halbjahreszeugnis einfach abheften?

Die Halbjahreszeugnisse sind ausgegeben worden. Da noch ein zweites Schulhalbjahr absolviert werden muss, enthält das Halbjahreszeugnis oder auch Zwischenzeugnis genannt keine Entscheidungen wie “nicht versetzt” oder “querversetzt”. Können Familien deshalb aufatmen und das Dokument einfach abheften?

Das Halbjahreszeugnis gibt Informationen darüber, auf welchem Leistungsniveau der Schüler / die Schülerin steht, wie der Leistungswille ist, wie die Lernmotivation.

Wer im Halbjahreszeugnis gute Noten hat und diese beibehält, der wird im Sommer versetzt werden.

Wer allerdings in schlechte Schulnoten schaut, bei dem sollten die Alarmglocken angehen. Bei schlechten Noten im ersten Schulhalbjahr ist eine Nichtversetzung oder gar Querversetzung im Jahreszeugnis wahrscheinlich, wenn die Noten schlecht bleiben.

besser: Halbjahreszeugnis richtig deuten

Halbjahreszeugnisse müssen ernst genommen werden. Das Halbjahreszeugnis ist möglicherweise ein Hinweis darauf, das im Sommer Schlimmes kommen kann.

Aber das ist kein Automatismus. Es ist ein ganzes Schulhalbjahr Zeit, um “das Ruder herumzureissen”.

  • Schlechte SchülerInnen müssen jetzt mehr lernen. Oder anders. Schüler probieren beispielsweise neue Lerntechniken aus.
  • Schüler lassen sich von den Eltern oder den Geschwistern helfen. Vielleicht kann ein Geschwister Vorbild sein und Ansporn zum Lernen geben.
  • Schüler gehen womöglich in die Nachhilfe (Schule oder private Firma).
  • Je nachdem muss auch ein Arzt schauen – etwa, ob eine neue Brille erforderlich ist.
  • Auch Maßnahmen wie “freiwilliges Wiederholen” (Achtung Fristen für Antrag) oder Schulwechsel oder gar Schulformwechsel können überlegt werden. Sie sollten aber nicht vorschnell umgesetzt werden.

Gute SchülerInnen wiederum dürfen sich keinesfalls ausruhen. Sie müssen dran bleiben und weiterhin fleissig lernen.

Hier allgemein informieren zu Nichtversetzung, Querversetzung, freiwilligem Wiederholen, Nichtzulassung gymnasiale Oberstufe.

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